Evas Gedanken und was sonst noch dazugehört

…in der ich nichts geschrieben habe. Aber dieses Mal habe ich sogar eine gute Entschuldigung dafür, und die heißt Umschulung.

Ende Novemer 2014 wurde mein Arbeitsvertrag leider nicht mehr verlängert. Aber ich wollte beruflich nicht mehr auf dem Niveau einer Aushilfe bleiben (habe keine abgeschlossene Ausbildung). Mein Sachbearbeiter beim AA war da zum Glück wirklich sehr entgegenkommend und nach ein paar Tagen überlegen, wie und ob das finanziell zu schaffen ist, war klar: ab zurück auf die Schulbank!

Januar 2015 ging es dann los. Erster ungewohnter Punkt: das ganze findet im sogenannten „Telelearning“ statt, d.h. der Dozent sitzt an einem Stützpunkt, der nicht dein eigener sein muss (in meinem Fall war er mal in Dortmund, mal in Hamburg und ich glaube auch einmal in Köln) und die Schüler sind via Skype in einem virtuellen Klassenraum mit ihm verbunden. Klingt schräg, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran (und ja, auch daran, erst Button zu drücken und danach erst zu reden…)

Der zweite Punkt, an dem ich länger zu knabbern hatte, war das Lernen. Mit inzwischen fast 40 und vielen Jahren im Berufsleben war es anfangs sehr anstrengend, fünf oder mehr Stunden konzentriert an einem Thema zu sitzen. Dazu dann auch noch Themen, mit denen ich vorher noch nie zu tun hatte (ich sag nur Buchhaltung…)

Aber schneller, als ich gedacht hatte, war dann das erste Jahr von zweien rum. Gesamt 64 Wochen. Alle Klausuren bestanden, zwei Zertifizierungen dazu (SAP und Wirtschaftsenglisch).

Ich hatte sehr gute und weniger gute Dozenten, die verschiedensten Leute im (realen) Raum neben mir sitzen, im virtuellen Klassenzimmer habe ich viele Menschen kennenlernen dürfen. Ich habe Idioten kennengelernt und Freunde gefunden. Manche Menschen brauchte ich nicht, aber bei den meisten bin ich wirklich sehr froh, sie kennengelernt zu haben. Viel Neues habe ich kennengelernt und viele Erfahrungen gemacht.

Seit zwei Wochen bin ich jetzt in meinem sechsmonatigen Praktikum. Wieder eine Umstellung, wieder Neues lernen und wieder neue Leute kennenlernen. Und soll ich was verraten? Es macht richtig Spaß!

Und die Moral von der Geschichte? Auch mit fast 40 ist es nicht zu spät, zu lernen. Manchmal muss man einfach nur seinen inneren Schweinehund überwinden. Der Lohn dafür? Das Gefühl, etwas geschafft zu haben, ist einfach unbeschreiblich…

…hat verschiedene Gründe.

Politische? Nein, eher selten. Politik ist an mir irgendwie vorbeigegangen.

Effekthascherei? Auch eher weniger, dazu müsste ich mehr schreiben.

Warum also dann?

Weil ich es möchte. Wenn es Themen gibt, die mich interessieren, schreibe ich darüber auch in verschiedenen „Medien“. Das kann hier sein, das kann aber auch auf anderen Plattformen sein. Im Zweifelsfall sitze ich einfach nur hier und diskutiere mit meiner besseren Hälfte.  Ich schreibe und rede aus meiner Sicht der Dinge, und ich schreibe und sage meistens auch das, was ich denke.

Traurig finde ich, wenn meine Äusserungen im Netz in einem Medium einfach immer nur ins negative gezogen werden. Ohne Hintergrundinfos, einfach nur so. Erster Gedanke „Oh, aus Prinzip dagegen“, dann geantwortet, aber daraufhin auch keine Reaktion mehr. Ich kann andere Meinungen gerne akzeptieren, wenn dahinter wenigstens ein Hauch von Argumentation steckt. Aber einfach nur „Nö, ist Mist“ o.ä. regt mich dann schon auf. Den Grund habe ich auch nach vielen Tagen noch nicht gefunden.

Gleichzeitig lässt dieses Verhalten sehr stark darauf schließen, dass mir da kein Mensch gegenüber sitzt, sondern ein Bot… ein kleines programmiertes Programm, dass einfach nur auf vorher definierte Worte reagiert. Gegen Programme hilft auch keine noch so gute Argumentation. Da kannst du schreiben wie du willst, solange du nicht gerade ein Schlüsselwort triffst, schreibst du dir einfach nur die Finger wund. Leider.

Aber solange ich über mir wichtige Themen schreiben will, werde ich das tun!

In diesem Sinne

 

 Auszug aus „Schokolade auf Reisen“ von Ephraim Kishon
Alles ist eine Frage der Einteilung. Deshalb bewahren wir in einem nach Fächern eingeteilten Kasten unbrauchbare Geschenke zur künftigen Wiederverwendung auf. Wann immer so ein Geschenk kommt, und es kommt oft, wird es registriert, klassifiziert und eingeordnet. Babysachen kommen automatisch in ein Extrafach, Bücher von größerem Format als 20 x 25 cm werden in der »Geburtstags«-Abteilung abgelegt, Vasen und Platten unter »Hochzeit«, besonders scheußliche Aschenbecher unter »Neue Wohnung«, und so weiter.
   Eines Tages ist Purim, das Fest der Geschenke, plötzlich wieder da, und plötzlich geschieht folgendes:
Es läutet an der Tür. Draußen steht Benzion Ziegler mit einer Pralinenschachtel unterm Arm. Benzion Ziegler tritt ein und schenkt uns die Schachtel zu Purim. Sie ist in Cellophanpapier verpackt. Auf dem Deckel sieht man eine betörend schöne Jungfrau, umringt von allerlei knallbunten Figuren. Wir sind tief gerührt, und Benzion Ziegler schmunzelt selbstgefällig.  So weit, so gut.
Die Pralinenschachtel war uns hochwillkommen, denn Pralinenschachteln sind sehr verwendbare Geschenke. Sie eignen sich für vielerlei Anlässe, für den Unabhängigkeitstag so gut wie für Silberne Hochzeiten. Wir legten sie sofort in die Abteilung »Diverser Pofel«. Aber das Schicksal wollte es anders.
Mit einem Mal befiel die ganze Familie ein unwiderstehliches Verlangen nach Schokolade, das nur durch Schokolade zu befriedigen war. Zitternd vor Gier rissen wir die Cellophanhülle von der Pralinenschachtel, öffneten sie – und prallten zurück. Die Schachtel enthielt ein paar bräunliche Kieselsteine mit leichtem Moosbelag.
»Ein Rekord«, sagte meine Frau tonlos. »Die älteste Schokolade, die wir jemals gesehen haben.«
Mit einem Wutschrei stürzten wir uns auf Benzion Ziegler und schüttelten ihn so lange, bis er uns bleich und bebend gestand, daß er die Pralinenschachtel voriges Jahr von einem guten Freund geschenkt bekommen hatte. Wir riefen den guten Freund an und zogen ihn derb zur Verantwortung. Der gute Freund begann zu stottern: Pralinenschachtel… Pralinenschachtel… ach ja. Ein Geschenk von Ingenieur Glück, zum Geburtstag… Wir forschten weiter. Ingenieur Glück hatte die Schachtel vor vier Jahren von seiner Schwägerin bekommen, als ihm Zwillinge geboren wurden. Die Schwägerin ihrerseits erinnerte sich noch ganz deutlich an den Namen des Spenders: Goldstein, 1953. Goldstein hatte sie von Glaser bekommen, Glaser von Steiner, und Steiner – man glaubt es nicht – von meiner guten Tante Ilka, 1950. Ich wußte sofort Bescheid: Tante Ilka hatte damals ihre neue Wohnung eingeweiht, und da das betreffende Fach unseres Geschenkkastens gerade leer war, mußten wir blutenden Herzens die Pralinenschachtel opfern.
Jetzt hielten wir die historische Schachtel wieder in Händen. Ein Gefühl der Ehrfurcht durchrieselte uns. Was hatte diese Schokolade nicht alles erlebt! Geburtstagsfeiern, Siegesfeiern, Grundsteinlegungen, neue Wohnungen, Zwillinge… wahrhaftig ein Stück Geschichte, diese Pralinenschachtel.
Hiermit geben wir allen bekannt, daß die Reise der Geschenkpralinenschachtel zu Ende ist. Irgend jemand wird eine neue kaufen müssen.

Holla die Waldfee…

die Zeit rennt nur so davon.

Die Wohnung wird inzwischen richtig muggelich (wenn gewünscht auch mit Fotos) und auf Arbeit geht auch alles seinen gewohnten Gang. Ich habe meine erste Urlaubswoche überlebt und auch genossen stellenweise (Hetzen im Urlaub ist uncool btw)

Mein ganz besonderer Gruß und Dank (auch wenn er es vermutlich nicht liest) geht an den netten Taxifahrer, der mich die paar Meter dank akuter Lauffaulheit nachhause gebracht hat. Diese Kurzstrecke fahre ich gerne wieder mit! Das will ich gar nicht umsonst. Der junge Mann am Straßenrand wird nicht immer bezahlen, aber trotzdem gerne wieder!

Und was bleibt noch? Eine gute Nacht an Leser und Nichtleser…

…kann auch gut werden…

aus der Baustelle ist inzwischen ein Schlafzimmer geworden (nuja erst halb fertig, aber wir arbeiten daran.

Mein anderes Thema heute abend… wenn ich Spätdienst habe, bin ich erst kurz vor 21 Uhr hier am Bahnhof. Auf den Bus warten mag ich nicht immer,laufen noch weniger,  also suche ich mir vor dem Bahhof ein Taxi. Ich grüße lieb und frage den Fahrer, ob er bereit ist, mich die knapp 1,5 km vom Bahnhof nachhause zu bringen. Das wurde mir nie verwehrt. Interessant finde ich eher, dass ich bie 75% der Fahrten entweder dem Fahrer den Weg erkläre oder irgendwann mich melde, weil die Strecke so gar nicht meiner mir bekannten Strecke entspricht.

Nichts gegen die Fahrer hier….ich bin immer sehr zuvorkommend behandelt worden….es ist nur etwas, das mir so in den letzten paat Wochen aufgefallen ist

Roll roll roll along…

Mal wieder mitten in der Nacht und es fühlt sich an, als wenn ich gegen Windmühlen rudern würde…. Eine persönliche Baustelle weg, wartet schon die nächste. Diesmal im wahrsten Sinne des Wortes…. aus Arbeitszimmer soll Schlafzimmer werden, aber dafür muss erst einmal der böse Pelz Schimmel verjagt werden. Es ist in der Mache, aber das aussenrum ist mehr als anstrengend… Wie Camping in den eigenen vier Wänden…. dazu ein Gedanke was Musik angeht (gestern bei Stirb langsam gehört, aber wieder vergessen)…hat mit dem Wort „row“ zu tun, Ideen werden gerne gesehen…

Bis dahin einfach ein paar Impressionen meines Abends

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Löcher in der Wand....je tiefer je besser

Löcher in der Wand….je tiefer je besser

Leiter am der Wamd

Leiter an der Wand

Camping 2.0

Camping 2.0

…war heute wieder durch Freunde aktuell… Ich hatte einiges an Glück in den letzten Wochen. Das Glück, dass trotz Autounfall keine Person zu Schaden kam, sondern nur meine „Lady“. Dann gab es nach einigen Überlegungen und auch Tränen das Glück, dass sie nun neue Besitzer hat, die sie wieder herrichten und fahren möchten. Sollte ich zu große Sehnsüchte bekommen, weiß ich, wo ich hinfahren müsste…

Glück habe ich auch, weil ich endlich eine neue Arbeitsstelle gefunden habe. Auch wenn die Weckzeiten relativ ungewöhnlich für mich sind, bin ich mehr als glücklich, dass ich diese Stelle habe: Kollegen mehr als nett und genau das, was ich immer machen wollte.

Und auch wenn ich heute nicht mehr weiß, wie ich laufen soll, geschweige denn morgen den Tag überstehen soll: ich bin glücklich, so wie es ist.

Was die Wohnung angeht, geht es eher Richtung Frust, aber ich denke das schaffen wir auch noch.

 

P.S: Das Rad passte und wartet nun auf Instandsetzung *gg*